Der Deutsche Verein für Kunstwissenschaft feierte im Jahr 2008 sein hundertjähriges Bestehen.
Aus diesem Anlass fand am 14. März 2008 im Gobelin-Saal des Bodemuseums in Berlin ein Festakt statt.
Am 15. März 2008 schloss sich ein vom Verein veranstaltetes wissenschaftliches Symposion mit dem Titel
"Blicke von außen auf die deutsche Kunstgeschichte" an. Vom 13. März bis 9. Mai 2008
zeigte die Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin in ihrem Foyer eine Ausstellung zum
herausgeberischen Wirken des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft.
Durch das Jubiläumsjahr 2008 zog sich eine zusammen mit der Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin
veranstaltete Vortragsreihe unter dem Titel "Ad fontes! Quellenerschließung und kunsthistorische Sachforschung".
Aus Anlass seines hundertjährigen Bestehens gab der Deutsche Verein für Kunstwissenschaft alle bekannten
Zeichnungen Matthias Grünewalds in einem opulenten Faksimileband
als Jubiläums-Jahresgabe für 2008 heraus. Die 40 erhaltenen, in dem Band in Originalgröße
präsentierten und kritisch kommentierten Zeichnungen Grünewalds gehören zum bedeutendsten Schatz
der deutschen Renaissancekunst. Diese Publikation reiht sich in die wissenschaftliche Tradition früherer
Zeichnungseditionen des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft ein, die 1927 mit einem längst
vergriffenen ersten Gesamtverzeichnis der damals bekannten Zeichnungen Grünewalds ihren Anfang nahm
und später in Editionen der Zeichnungen von Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien,
Hans von Kulmbachs, Hans Schäufelein und Lucas Cranach d.Ä., bis hin zu den Zeichnungen
Johann Gottfried Schadows fortgeführt wurde.
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Der Deutsche Verein für Kunstwissenschaft ist eine Vereinigung von Kunsthistorikern und Kunstfreunden
zur Förderung der Erforschung und zur Publikation der Werke deutscher Kunst.
Der Verein wurde am 7. März 1908 auf Betreiben des damaligen Generaldirektors der Berliner Museen Wilhelm von Bode
und unter Anteilnahme aller führenden Fachvertreter und zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
in Frankfurt am Main gegründet, nahm aber seinen Sitz in Berlin, wo er noch heute residiert.
Aufgabe des Vereins ist es, in systematischer Form die Denkmäler der Kunst im deutschsprachigen Raum
in wissenschaftlichen Veröffentlichungen bekannt zu machen. Zu diesem Zweck hat er eine Reihe vielbändiger
Corpus-Editionen herausgebracht. In der Fachwelt bekannt und geschätzt sind die Corpus-Werke zu den vorkarolingischen
und die karolingischen Miniaturen, den früh- und hochmittelalterlichen Elfenbeinskulpturen, den Bronzegeräten
des Mittelalters, den romanischen Bauten an Rhein und Maas und den Schaumünzen der Renaissance. Seit einigen Jahren
gibt der Deutsche Verein für Kunstwissenschaft auch das Schinkel-Lebenswerk heraus, von dem inzwischen 20 Bände vorliegen.
Der Publikation aller erhaltenen mittelalterlichen Glasgemälde gilt das vom Verein begründete
und heute zusammen mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz herausgegebene Corpus vitrearum medii aevi.
Besonderer Rang kommt den großen Zeichnungs-Editionen des Vereins zu, den Bänden über die Zeichnungen Dürers,
der Dürerschüler, Baldungs, Cranachs und Schongauers, aber etwa auch des zeichnerischen Œuvres von Schadow.
Bleibenden Wert haben sich die Monographien über altdeutsche Künstler wie Dürer, Baldung, Niklas Gerhaerts,
aber auch solche der Barockzeit und des 19. Jahrhundert erworben. Insgesamt hat der Verein in den hundert Jahren
seines Bestehens rund 300 Publikationen herausgebracht, von denen viele zu Standardwerken der Kunstgeschichte geworden sind.
Die Mitgliedschaft im Deutschen Verein für Kunstwissenschaft steht allen Interessierten offen, die durch ihre Beiträge
und eventuell auch durch Spenden die Ziele des Vereins, die Erforschung und die Veröffentlichung der Werke deutscher Kunst,
in anspruchsvoll wissenschaftlicher Form und gut gedruckten Büchern fördern wollen.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt im Jahr 65 Euro, für Studenten 30 Euro. Die Mitglieder erhalten kostenlos
die jährlich erscheinende "Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft"
und als Jahresgabe eine neu erschienene Publikation. Die Mitglieder können außerdem sämtliche Publikationen
des Vereins mit einem Nachlass von 20% vom Ladenpreis erwerben.
Veröffentlichungen/Presse zum hundertjährigen Bestehen des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft: