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II. Forum Kunst der Neuzeit

Das zweite „Forum Kunst der Neuzeit“ des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft e.V. in Bonn vom 4.–6. Oktober 2018 war dem Phänomen der Überschreibung, Neubewertung oder Umwertung in der deutschen Kunst von der Frühen Neuzeit bis zum ersten Drittel des 19. Jh.s gewidmet.

V. Forum Kunst des Mittelalters

Der Deutsche Verein für Kunstwissenschaft e.V. lädt zum fünften Mal zu einem internationalen Kongress „Forum Kunst des Mittelalters“ ein, der vom 18. bis 21. September 2019 in Bern stattfindet.
Alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Fragen der mittelalterlichen Kunst beschäftigen, sind aufgerufen, in Referaten, Diskussionen und Gesprächen über Thesen und Ergebnisse zu sprechen.

Thea Vignau-Wilberg: Joris und Jacob Hoefnagel. Kunst und Wissenschaft um 1600

Wie kaum ein anderer Künstler hat Joris Hoefnagel (1542–1600) die flämische Miniaturmalerei im 16. Jahrhundert internationalisiert. Auch die Naturwissenschaften, insbesondere die Insektenkunde, hat er durch seine scharfe Beobachtungsgabe mit exquisiten Darstellungen bereichert. Betrachtet man seine atemberaubenden Werke, erscheint es umso erstaunlicher, dass er sein Talent als Autodidakt entwickelte. Joris Hoefnagel gehört zu dem Kreis hochgebildeter Künstler und Humanisten, die am Ende des 16. Jahrhunderts an den bedeutendsten europäischen Höfen tätig waren.

Andrea Worm: Geschichte und Weltordnung

Das (vormoderne) christliche Weltbild ist dadurch gekennzeichnet, dass Welt und Zeit als von Gott erschaffen und der Verlauf der Geschichte als von Gott bestimmt verstanden werden: mit konkretem Anfang und festgesetztem Ende. Diese Ordnung der Geschichte kommt nirgends so deutlich zum Ausdruck wie in Universalchroniken, die ihren Verlauf diagrammatisch als lineare Synopse veranschaulichen. Visualisierungen abstrakter Konzepte sind in den letzten Jahren verstärkt ins Zentrum einer bildwissenschaftlich orientierten Kunstgeschichte getreten. Die vorliegende Untersuchung behandelt diagrammatische Modelle von Zeit und Geschichte in Universalchroniken, die als graphische Synopsen angelegt sind. Sie waren auf Rollen, in Codices und seit dem 15. Jahrhundert in gedruckten Büchern verbreitet und prägten die Darstellung historischer Verläufe bis in die Gegenwart. Diese konzeptionell innovativen und künstlerisch oft anspruchsvoll gestalteten Geschichtswerke werden hier erstmals umfassend vorgestellt.

Buchpublikation: Geschichte und Weltordnung

Das (vormoderne) christliche Weltbild ist dadurch gekennzeichnet, dass Welt und Zeit als von Gott erschaffen und der Verlauf der Geschichte als von Gott bestimmt verstanden werden: mit konkretem Anfang und festgesetztem Ende. Diese Ordnung der Geschichte kommt nirgends so deutlich zum Ausdruck wie in Universalchroniken, die ihren Verlauf diagrammatisch als lineare Synopse veranschaulichen.

Visualisierungen abstrakter Konzepte sind in den letzten Jahren verstärkt ins Zentrum einer bildwissenschaftlich orientierten Kunstgeschichte getreten. Die vorliegende Untersuchung behandelt diagrammatische Modelle von Zeit und Geschichte in Universalchroniken, die als graphische Synopsen angelegt sind. Sie waren auf Rollen, in Codices und seit dem 15. Jahrhundert in gedruckten Büchern verbreitet und prägten die Darstellung historischer Verläufe bis in die Gegenwart. Diese konzeptionell innovativen und künstlerisch oft anspruchsvoll gestalteten Geschichtswerke werden hier erstmals umfassend vorgestellt.